Die Bilder sind da. Sie müssen aber gesehen werden, um sich zu zeigen und zu offenbaren.

  

Wer fotografiert,  dem kann in einem Augenblick gelingen, etwas zu bergen und herauszulösen aus der allgemeinen Unsichtbarkeit.Eigene Ansichten aus einem Augsburg, wie  es  sich eben nicht auf Ansichtskarten zeigt, haben Michael Schreiner und Silvio Wyszengrad zu ihrer Sache gemacht. 

Sie sind unterwegs als Flaneure mit der Kamera, die auch in einer Straße, die sie hundertmal gegangen sind, noch immer erwarten, jederzeit einem  „anderen“ Bild  begegnen zu können.  Mit einem Blick, der offen ist für die Macht des Zufalls und die Anmut des Vorhandenen,  suchen sie nach unverbrauchten Ansichten ihrer Stadt und stöbern im Bilderberg des Alltags.

Dabei „übergehen“ sie selbstverständlich weithin gepflegte Übereinkünfte über das, was bildwürdig, repräsentativ  und sehenswert ist.  Alles kann einem zustoßen da draußen. 

 

Im wöchentlichen Wechsel  präsentieren die Fotografen  ihre Ausbeute jeden Freitag in der  Zeitungsserie „Ansichtssachen“ im Feuilleton der Augsburger Allgemeinen.  Auf dieser Website kann man die aktuellen Fotos der Serie und im Archiv alle Folgen sehen – samt der Texte, die von den Ansichtssache inspiriert wurden.